Fachgruppe gratuliert IGZ-Großbeeren zum 100jährigen Jubiläum

Mit einem Festakt feierte das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) am 2. Oktober 2025 das 100-jährige Jubiläum des gartenbauwissenschaftlichen Forschungsstandorts Großbeeren. Rund 150 kamen unter dem Motto „Aus Forschung wächst Zukunft – für nachhaltige und resiliente Agrar- und Lebensmittelsysteme im Gartenbau“ zusammen.


Christian Ufen, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) betonte in einem Impulsvortrag die Bedeutung der Verbindung von Forschung und Praxis: „Den Herausforderungen der Praxis wird mit Ideen und Innovationen begegnet. Am Anfang steht dabei Forschung und Wissenschaft. Stetig neue Erkenntnisse gepaart mit der Erfahrung aus der Praxis führen dann zu den Lösungen.“


Neben den Innovationen und Lösungsansätzen für die Herausforderungen der Branche hob Ufen die langjährige Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen zwischen dem Institut und der Bundesfachgruppe hervor. So beteiligen sich die Wissenschaftler des IGZ seit vielen Jahren an den Beratertagungen, tauschen Ergebnisse aus und diskutieren mögliche Projektideen. Aber auch in den Arbeitskreisen der Fachgruppe stehen die Forschenden im intensiven Austausch. Ganz besonders wies Ufen jedoch auf die Unterstützung bei politischen Themen hin. Als Beispiel nannte er die Düngeverordnung, Spargelforschung und die Stoffstrombilanz, bei denen Mitarbeiter des Instituts mit ihrer fachlichen Expertise immer wieder dem Berufsstand geholfen haben und durch die wissenschaftliche Sicht zum Einlenken der Politik beigetragen haben.


Auch anwesend war Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, welche die Arbeit des Instituts würdigte. Bis heute sei das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau bundesweit das einzige Institut, das sich explizit und umfassend auf Gartenbauwissenschaften fokussiert. Prof. Markus Schick, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium unterstrich die zentrale Rolle des IGZ für den Gartenbau in Deutschland und nannte es einen Leuchtturm der Gartenbauwissenschaft. Als „leistungsstarkes, modern geführtes und international sichtbares Institut, benannte die Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Martina Brockmeier, das Institut. Die Wissenschaftliche Direktorin Prof. Nicole van Dam hob die Verbindung von Forschung und gesellschaftlichen Bedürfnissen hervor. Verwaltungsleiter Markus Randig erinnerte an die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen. Eingerahmt wurde der Festakt von einem Rückblick auf die lange Forschungstradition des Standorts. Aus den Moorversuchsfeldern von 1925 hat sich Großbeeren zu einem international anerkannten Forschungszentrum entwickelt. Heute richtet das Institut seinen Blick nach vorn und stellt sich den globalen Herausforderungen von Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Ernährungssicherheit und Ressourceneffizienz für den Gartenbau.

Fachgruppe gratuliert IGZ-Großbeeren