Studie zur Farm-to-Fork-Strategie: Weniger Pflanzenschutzmittel treiben Preise

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Forscher der Universität Kiel rechnen mit einem erheblichen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion in der EU bei vollständiger Umsetzung der Maßnahmenvorschläge der EU-Kommission in der Farm-to-Fork- (F2F) sowie der Biodiversitätsstrategie. Als Folge werden Preissteigerungen für alle Agrarprodukte prognostiziert, bei Obst und Gemüse lägen sie bei 10 bis 20 Prozent. Durch den Rückgang des Fleischverzehrs rechnen die Forscher um Prof. Christian Henning zudem mit einem steigenden Konsum von Obst und Gemüse, was wiederrum zu einem Anstieg der Netto-Importe führen würde.

Die Ergebnisse werden von den auftraggebenden Verbänden - der Verbändeallianz Grain Club und weiterer Verbände - kritisch gesehen. Im Bereich von Obst und Gemüse wird vor allem in Frage gestellt, ob der Konsum tatsächlich steigen würde, wenn die Produkte gleichzeitig teurer werden. Zudem warnen die Verbände vor massiven Einschnitten bei den vor- und nachgelagerten Sektoren. Der ZVG sieht sich durch die Studie in seiner Kritik an der F2FStrategie bestätigt und weist erneut darauf hin, dass Pflanzenschutzmittel verantwortungsvoll u.a. im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes eingesetzt werden. Gerade die Lückenindikationen würden durch pauschale Minderungsziele erheblich unter Druck geraten.

 

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