Neptun 2021 – Freiwillige Datenerhebung zum Pflanzenschutz im Gemüsebau

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Erneut muss eine wichtige Veranstaltung in digitaler Form durchgeführt werden. Die 30. Bundesberatertagung für Fachberater im Gemüsebau findet als Videokonferenz statt. So können die Fachberater sich bundesweit zu Themen rund um den Anbau, Düngemaßnahmen und der Pflanzenschutzproblematik zwar austauschen, eine Infektion kann aber ausgeschlossen werden. Wichtig wird bei dem digitalen Treffen im März 2021, neben den genannten Themen, das Neptun-Stichprobenverfahren zu Pflanzenschutzanwendungen, bekannt unter dem langen Namen „Netzwerk zur Ermittlung der Pflanzenschutzmittelanwendung in unterschiedlichen, landwirtschaftlichen relevanten Naturräumen Deutschlands“ kurz eben NEPTUN. Im Gemüsebau wurde die erste Neptun-Erhebung 2005 durchgeführt. Seither in regelmäßigen Abständen. Ein Großteil der Datensätze kommt aus dem Spargelanbau. Gemüsearten wie Möhren, Speisezwiebeln, Spinat, Kopfkohl und Salate im Freiland sind auch dabei. Im Anbau unter Glas werden die Daten deutschlandweit erfasst. Hier sind die Gemüsearten Gurke, Tomate und Basilikum vorgesehen.

Daten bilden Basis für politische Entscheidungshilfen

Bei Neptun erklären sich die deutschen Gemüseerzeuger bereit, freiwillig auf anonymer Basis ihre Daten zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zur Verfügung zu stellen, wobei die Fachberater eine wichtige Rolle bei der Erfassung der Daten spielen. In Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut (JKI) und mit Unterstützung von Pflanzenschutzexperten wird die Weitergabe der Datensätze erst nach einer Plausibilitäts- und Anonymitätsprüfung von der Geschäftsstelle der Bundesfachgruppe Gemüsebau an das JKI veranlasst. Zu jeder Erhebung wird dann ein umfassender und detailreicher Abschlussbericht verfasst. Ziel ist es, die Transparenz bezüglich der Intensität des chemischen Pflanzenschutzes durch die Erhebung von realistischen, praxisbezogenen Daten zu erhöhen und entsprechende, belastbare Analyseergebnisse bereitzustellen. Frei verfügbare Informationen zur tatsächlichen Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft und im Gartenbau werden für eine Reihe von wissenschaftlichen Fragestellungen wie auch für die Vorbereitung von Entscheidungshilfen für die Gestaltung der Pflanzenschutzpolitik dringend benötigt. Die Neptun-Bestimmung ist damit ein wichtiges Instrument zur Argumentation um die Pflanzenschutzproblematik, da es hier um die tatsächliche Pflanzenschutzanwendung im Gemüsebau geht. Um eine rege Teilnahme in diesem Jahr wird daher gebeten, um die nötigen Datensätze zu erhalten.

 

BU: Praxisnahe Erfassung zum Pflanzenschutz im Gemüsebau bietet
das Neptun-Stichprobenverfahren BQ: DLR-NW-jk

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