Forum Pflanzenschutzmittel sicher anwenden und gesund bleiben - Vorsitzender Ufen vertritt den Anbau

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Der Referentenentwurf zur Verschärfung der Düngeverordnung wurde am 20.12.2019 den Verbänden zur Kommentierung zugesendet. Wie erwartet können einige Punkte insbesondere in den roten Gebieten mit einem sachgemäßen und wirtschaftlichen Gemüseanbau nicht in Einklang gebracht werden. Stark kritisiert hat die Bundesfachgruppe die geplante Sollwertabsenkung um 20% im betriebsdurchschnitt. Diese führt zwangsläufig zu Ertragseinbußen und Qualitätsverlusten, wobei die auftretenden Qualitätsverluste der Kulturen als besonders besorgniserregend zu bewerten sind. Wissenschaftliche Untersuchungen und die Praxis zeigten bereits, dass bei einer zwanzigprozentigen Reduzierung des Düngebedarfs der Ertrag im Hinblick auf das Gewicht durchschnittlich um 10 bis 15 % sinkt. Statt einer pauschalen Minderung der Düngung unterhalb des Düngebedarfs über alle Bereiche und Kulturen der Landwirtschaft hinweg, wäre eine differenzierte Betrachtung für Gemüsekulturen nötig gewesen. Schwierig wird ebenso die Maßnahme, welche stickstoffhaltige Düngemittel für Kulturen mit einer Aussaat oder Pflanzung nach dem 1. Februar nur erlaubt, wenn im Herbst des Vorjahres eine Zwischenfrucht angebaut wurde, die nicht vor dem 15. Januar umgebrochen wird. Die Bundesfachgruppe stuft wegen dieser Maßnahme trotz einigen Ausnahmen den Frühgemüseanbau in vielen Anbauregionen als gefährdet ein. Auch die Einschränkung der Ausbringung von Komposten vom 01. November bis 31. Januar ist mit der Realität nicht vereinbar. Beispielsweise müssen Ernterückstände von der Tomaten-, Paprika- und Gurkenproduktion in diesem Zeitraum aus den Gewächshäusern entsorgt werden, damit diese gereinigt und neu bestückt werden können. Weiterhin wurden die Höhen der Strafzahlung und die knappen Fristen zur Umsetzung als unsachgemäß gesehen und längere Übergangsfristen gefordert. Die Bundesfachgruppe setzt sich für realistische und umsetzbare Maßnahmen ein, die den Gewässerschutz sowie den Gemüseanbau weiterhin gewährleisten und dem deutschen Gemüseerzeuger Planungssicherheit gibt und die Konkurrenzfähigkeit im europäischen Raum erhält.

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