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Erfolgreiche 21. Bundesberatertagung Gemüsebau 2012 in Grünberg

(ZVG/BfG) „Die Bundesberatertagung Gemüsebau ist eine Erfolgsgeschichte. Sie  ist eine feste Größe im deutschen Gemüsebau geworden. Sie ist unverzichtbar als Plattform für den Wissenstransfair und Erfahrungsaustausch, aber auch Impulsgeber für zukunftsweisende Fragestellungen und Lösungsansätze.“ betonte Gerhard Schulz, Vorsitzender der Fachgruppe Gemüsebau bei der Begrüßung der 21. Bundesberatertagung vom 06. bis 08. März 2012 in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg/Hessen.
Veranstalter sind die Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse und der Verband der Landwirtschaftskammern, beide mit Sitz in Berlin.

Gerhard Schulz konnte über 70 Gemüsebau- und Pflanzenschutzberater/-innen aus dem In- und Ausland begrüßen.
Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Impulsreferate zu Pflanzenschutzfragen, zur Pflanzenernährung, zur Qualitätssicherung und zu den Zukunftsvisionen.

Gruppenbild
Eine Rekordteilnahme konnte auf der diesjährigen 21. Bundesberatertagung
Gemüsebau im März in der Bildungsstätte in Grünberg registriert werden.
Foto: Winkhoff

Schulz stellte heraus, dass das Projekt NEPTUN im Gemüsebau nach 2005 und 2009 nun ein drittes Mal in 2013 durchgeführt werden solle. Dies habe der Vorstand der Fachgruppe Gemüsebau einstimmig beschlossen. Die anonyme Pflanzenschutzmitteldatenerfassung NEPTUN werde vom Verfahren umgestellt und erfolge 2013 ausschließlich bundesweit in den wichtigsten fünf Gemüsekulturen (Bleichspargel, Möhren, Weißkohl, Zwiebeln sowie Kopf- und Blattsalate).
Er bat die Berater ein weiteres Mal um ihre Unterstützung dieses anstehenden NEPTUN Projektes 2013.  Das von der Bundesfachgruppe Gemüsebau gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut JKI durchgeführt wird.

In diesem Jahr wurde der Gemüseanbau in Rheinland-Pfalz vorgestellt.
 
Dabei ist die Vorderpfalz eines der größten geschlossenen Gemüseanbaugebiete im Bundesgebiet.
Auf einer Anbaufläche von insgesamt 18.900 ha in Rheinland-Pfalz erzeugen 450 Gemüsebaubetriebe wertvolle Produkte  in einem Wert von ca. 350 Mio. € jährlich.  Durchschnittlich sind ca. 6.400 Arbeitskräfte in Rheinland-Pfalz in der Urproduktion im Gemüsebau jährlich rechnerisch tätig. Sie gliedern sich auf in 1.400 ganzjährig beschäftigte Dauerarbeitskräfte und 28.500 Saisonarbeitskräfte, die kurzfristig beschäftigt sind. Zusätzlich kommen die Arbeitskräfte in den vor- und nachgelagerten Bereichen, wie Zulieferindustrie, Vermarktung, Fahrkräfte etc.

Die Ernteverfrühung geschieht in Rheinland-Pfalz auf mittlerweile 4.000 ha im Jahr.

Die Großraumberegnung ist gesichert und professionell gelöst. Der Boden- und Wasserverband sorgt mittels 5 Pumpwerken dafür, dass 13.500 ha Grundfläche beregnet werden können.
Das Beregnungswasser kostet derzeit 23 Cent/m³. Jährlich werden etwa 14.000.000 m³ Beregnungswasser benötigt.

6 regionale Gemüsejungpflanzenbetriebe garantieren die Auslieferung am gewünschten Pflanztag. Jährlich werden etwa 350 Mio. Jungpflanzen benötigt.

Eine professionell aufgestellte Beratung der DLR-Rheinpfalz arbeitet eng mit der BOLAP Beide stehen dafür gerade, dass der Anbauer eine optimale Beratung in allen relevanten Bereichen anfordern kann.

So erfolgen jährlich 16.500 Nmin- Proben und ca. 13.000 Grundnährstoffproben nach NPK.
9.000 Rückstandsanalysen im  letzten Jahr dienen der Qualitätssicherung.

Der Gesamterlös von Gemüse in Rheinland-Pfalz, der durch Urproduktion von Gemüse erzielt wird, belief sich im letzten Jahr auf ca. 350 Mio. Euro. Weitere 100 Mio. € kommen hinzu, die nicht der Urproduktion zuzuordnen sind. Der Pfalzmarkt und die Erzeugerorganisation in Maxdorf hatten Verkaufserlöse in Höhe von knapp 100 Mio. Euro.

Wirtschaftlich starke Bereiche sind die Trockenkräuter, das Industriegemüse sowie die Selbstvermarkter.

Von 450 Gemüsebaubetrieben haben 120 eine durchschnittliche Größe von 50 bis 100 ha und 16 bewirtschaften eine Fläche, die größer als 200 ha ist. 85 Biobetriebe bewirtschaften insgesamt 750 ha in Rheinland-Pfalz.

Die Top 10 der Gemüseprodukte aus Rheinland-Pfalz sind:
Radieschen, Buntzwiebeln, Blumenkohl, Feldsalat, Spargel, Wasch- und Bundmöhren, Zwiebeln, Spinat, Porree und Rucola.

Insgesamt gab es über 30 Vorträge und Kurzbeiträge. Sie befassten sich zum überwiegenden Teil mit der Vorstellung aktueller Versuchsergebnisse aus dem Pflanzenschutzbereich, wie Schädlinge, Unkräuter und Krankheiten, die im Bundesgebiet durchgeführt werden und deren Ergebnisse auf der Beratertagung vorgestellt und diskutiert wurden. Aber auch die Themen ZINEG, Integriertes Stickstoffmanagement, aktuelle Förderprogramme der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Humanpathogene Mikroorganismen – Basiswissen und Kontaminationswege sowie der neue QS-Leitfaden Obst und Gemüse standen für eine fachlich sehr anspruchsvolle 21. Bundesberatertagung Gemüsebau 2012. 

Die Vorträge werden zu einem großen Teil in Hortigate: www.hortigate.de in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

Die nächste 22. Bundesberatertagung Gemüsebau ist vom 05. bis 07. März in Grünberg vorgesehen.

Gruppenbild
Sehr interessiert und engagiert beteiligten zeigten sich die der
21. Bundesberatertagung Gemüsebau der Fachgruppe Gemüsebau Anfang
März 2012 in Grünberg. Foto: Jochen Winkhoff

Jochen Winkhoff, Berlin

 

 

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